VOLhighspeed hilft den Bienen

VOLhighspeed hilft den Bienen

Ihr fragt euch jetzt sicher: Warum sollte ein Internetprovider den Bienen helfen? Hier die Antwort: VOLhighspeed setzt auf Regionalität und das Bienensterben wurde in den letzten Jahren ein immer größeres Thema in Vorarlberg. Deshalb wollen wir mit unserer Aktion ein Zeichen setzen und aktiv werden. Denn Bienen sind nicht nur wichtig, um unseren geliebten Honig zu produzieren, sie sind ein wichtiges Glied in unserem Ökosystem. Warum Bienen für uns so wichtig sind und auch für euch wichtig sein sollten und wie ihr zusammen mit VOLhighspeed einen kleinen Schritt für die Zukunft der Bienen machen könnt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Von Bienchen und Blümchen

Wir alle kennen die Geschichte von den Bienchen und den Blümchen – zumindest oberflächlich. Doch wisst ihr auch, warum das Bienensterben zu einem echten Problem für uns Menschen werden kann? Ganz einfach: Ohne Bienen findet so gut wie keine Bestäubung statt (rund 80% unserer Nutz- und Wildpflanzen werden allein von den Bienen bestäubt), was wiederum zu einem Pflanzensterben führt, so dass für uns alltägliche Lebensmittel wie Obst oder Gemüse zu einem Luxusgut werden könnten. Obst und Gemüse enthalten wichtige Vitamine, die der Mensch für seine Gesundheit benötigt. Ohne eine ausreichende Versorgung an Obst und Gemüse wird der Mensch anfälliger für Krankheiten und die Sterberate steigt rapide an.

Bildquelle: schankz / Shutterstock.com
Bienensterben
Das Bienensterben ist ein Problem, welches sich auf das ganze Ökosystem auswirkt. Bildquelle: kosolovskyy / Shutterstock.com

Wissenschaftler schätzen außerdem, dass alleine der Verlust von Obst und Gemüse zu 1,42 Millionen mehr Todesfällen führt, bedingt durch Mangel an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen, die unter anderem das Immunsystem unterstützen. Ohne die Bienen stirbt unsere Welt. Auch Albert Einstein erkannte bereits im Jahr 1949 die Problematik des Bienensterbens. Ein Zitat des bekannten Physikers lautet:

 „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“

Immer mehr Faktoren bedrohen die Bienen und es ist aller höchste Zeit zu handeln und selbst aktiv zu werden.

Die Varroamilbe – der größte (kleinste) Feind der Bienen

Die Varroamilbe gehört aktuell zu den größten Bedrohungen der westlichen Honigbiene. Mit einer Größe von ca. 2 Millimetern ist sie für das menschliche Auge nur eher schwer zu erkennen, für die Bienen stellt sie jedoch eine große Gefahr dar. Aber warum kann eine so kleine Kreatur so viele Bienen auslöschen?

Die Geschichte der Varroamilbe

Die Varroamilbe, lat. Varroa destructor, stammt ursprünglich aus Asien. Im Gegensatz zu den asiatischen Bienenvölkern, sind unsere Bienen nicht in der Lage, die Varroamilbe eigenständig abzuwehren oder gar zu bekämpfen.

Erst mit Ende des 19. Jahrhunderts, als erstmals einige Völker der westlichen Honigbiene der Imkerei wegen, nach Kasachstan verschickt wurden und diese sich dort rasch ausbreiteten, gerieten unsere Bienen das erste Mal in Kontakt mit der Varroamilbe. Die westlichen Bienenvölker trafen von nun an vermehrt auf die östlichen und auf deren Erkundungsflügen setzten sich die Varroamilben auf dem Rücken der Bienen fest und erhielten so Zutritt zu den noch unberührten Bienenstöcken.

Was macht die Varroamilbe mit den Bienen?

Lange Zeit dachte man, dass die Varroamilbe sich von dem Blut der Honigbienen ernährt – das stimmt so nicht ganz. Kürzlich wurde vom amerikanischen Parasitologe Dr. Ramsey in einer Studie, in welcher er den Verdauungstrakt sowie die Exkremente der Varroamilbe mit denen anderer Milben verglich, herausgefunden, dass die Varroamilbe sich nicht von der Körperflüssigkeit der Biene ernährt, sondern von deren Fettkörper. Ein ausführlicher Artikel darüber findet ihr auf online-imker.de. Der Fettkörper ist für unsere Bienen überlebenswichtig, da dieser ähnliche Funktionen wie bei uns die Leber übernimmt. Zudem speichert der Fettkörper der Bienen zusätzlich noch Nahrung und stärkt das Immunsystem der Bienen. Sobald der Fettkörper beschädigt wird, ist die Biene anfälliger für andere Gefahren, wie beispielsweise Pestizide und geringes Nahrungsangebot.

Wie bekämpft man die Varroamilbe?

Die Bekämpfung der Varroamilbe ist leider nicht so einfach. Die Milbenart vermehrt sich direkt in den Brutzellen und befällt die Arbeiterbienen. Als ob das nicht schon genug wäre, schleppt der ungebetene Gast auch noch Bakterien und gefährliche Viren ein, die sich immer wieder neuen Gegebenheiten anpassen können.

Die Verwendung von Ameisensäure ist ein natürliches Mittel gegen die Varroamilbe. Die Säuredämpfe sind harmlos für die Bienen. Die Parasiten jedoch lösen sich durch die Dämpfe von den Bienen und fallen einfach ab. Die abgefallenen Varroamilben werden unter dem Brutkasten auf einem Stück Alufolie abgefangen und vernichtet. Angewendet wird diese Methode am besten nach der Honigernte im August oder September.

Varroamilbe
Lange glaubte man, dass die Varroamilbe sich von der Körperflüssigkeit der Bienen ernährt. Wissenschaftler fanden erst kürzlich heraus, dass der Parasit es nicht auf die Körperflüssigkeit, sondern auf den Fettkörper der Honigbienen abgesehen hat. Bildquelle: Kuttelvaserova Stuchelova / Shutterstock.com
Die Milben nisten sich in den Brutzellen der Bienen ein und vermehren sich dort laufend. Nach nur neun Vermehrungszyklen von jeweils 12 Tagen, entsteht so eine Milbenpopulation von bis zu 400 Neutieren. Bildquelle: Igor Chus / Shutterstock.com
So sieht eine Varroamilbe in Großaufnahme aus. Bildquelle: Kuttelvaserova Stuchelova / Shutterstock.com

Mit welchen Gefahren hat die Biene noch zu kämpfen?

Nicht nur die Varroamilbe macht unseren Bienen zu schaffen. Auch andere Gegebenheiten, wie das häufige Mähen der Blumen und Kräuter, welche dadurch nicht mehr ausblühen können oder die Intensivierung der Landwirtschaft, wodurch der natürliche Lebensraum der Bienen eingeschränkt wird, sind Probleme, mit denen die Biene zu kämpfen hat. Teilweise müssen die Bienen sogar zwischen Juli und August von den Imkern gefüttert werden, damit diese den Winter überhaupt überleben.

Monokulturen, Chemie und sogar die elektromagnetische Strahlung des Mobilfunks schaden dem Bienenbestand zusätzlich. Die Verwendung von Pestiziden und Insektiziden sorgen für ein gestörtes Orientierungsvermögen und ein geschwächtes Immunsystem der Bienen. Ein gestörter Orientierungssinn sorgt dafür, dass die Bienen nicht mehr von allein in den Stock zurückfinden und sterben.

Pestizide und Insektizide
Die Verwendung von Pestiziden und Insektiziden macht unseren Bienen zu schaffen und stören unter anderem deren Orientierungssinn. Bildquelle: Fotokostic / Shutterstock.com
Monokultur Weizenfeld
Der Anteil an Grünland geht zurück, Monokulturen nehmen deren Platz ein. Getreidefelder liefern den Bienen kaum Nahrung. Bildquelle: LALS STOCK / Shutterstock.com
Biene auf Klee
Das häufige Mähen von Blumen und Kräutern verhindert das Ausblühen dieser wichtigen Nahrungsquellen für die Bienen. Bildquelle: Per-Boge / Shutterstock.com
Blühende Dose
Neu- als auch Bestandskunden erhalten unter anderem "Bienenfutter" in Form einer Dose, gefüllt mit Erde und bienenfreundlichen Blumensamen.

Wie hilft VOLhighspeed den Bienen?

Wir wissen nun, mit welchen Problemen sich die Honigbienen herumschlagen müssen, doch wie hilft nun ein Internetprovider, etwas dagegen zu unternehmen? Zusammen mit dem Vorarlberger Imkerverband setzen wir ein Zeichen. Unsere Kunden bekommen ein Glas regionalen Honig, sowie Bienenfutter in Form einer „blühende Dose“, welche bienenfreundliche Blumensamen sowie Erde enthält um diese „erblühen“ zu lassen und einen „Sprout Pencil“ – einen Bleistift, aus welchem Blumen wachsen können.

Auch als Nicht-Kunde könnt ihr den Bienen in Vorarlberg zusammen mit VOLhighspeed etwas Gutes tun. Weiter unten findet ihr eine Liste von Dingen, die ihr selbst bei euch zuhause umsetzen könnt, um den Bienen das Überleben bei euch im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse zu erleichtern.

Was jeder Einzelne für die Bienen tun kann

Unabhängig von unserer „Bienen-Aktion“ könnt ihr zuhause selbst aktiv werden. Mit folgenden Tipps erleichtert ihr den Honigbienen das Überleben.

  • Säe bienenfreundliche Pflanzen in deinem Garten, auf dem Balkon oder dem Fensterbrett. So bietet ihr den Bienen ein vielfältiges Angebot von welchem auch Schmetterlinge, Hummeln und andere nützliche Insekten profitieren können. Geeignete Blumen hierfür sind unter anderem Fächerblumen, Kapuzinerkresse, Verbenen, Glockenblumen oder Löwenmäulchen.

 

  • Kaufe Honig aus der Region und unterstütze so die regionalen Imker. Honig aus dem Supermarkt ist oftmals eine Mischung von Honigen aus Nicht-EU-Ländern, unter anderem auch aus Südamerika, wo Gentechnik-Pflanzen im großen Stil angebaut werden.

 

  • Verzichte auf Pestizide und Insektizide in deinem Garten oder auf dem Balkon. Gerade Cocktails aus mehreren Giften können für die Bienen den sicheren Tod bedeuten.

 

  • Spüle deine leeren Honiggläser immer aus damit die Bienen nicht an die Reste des Honigs im Glascontainer kommen. Bienen können durch diese Reste Krankheiten, wie die amerikanische Faulbrut, in die Bienenstöcke und so in die Völker bringen.

 

  • Baue eine Bienentränke damit Bienen im Frühjahr und bei großer Hitze genügend Wasser finden, um nicht zu verdursten und ihre Bienenstöcke zu kühlen. Auf der Seite bee-careful.com findet ihr eine tolle Anleitung dazu.

 

  • Baue ein Bienenhotel, denn Wildbienen brauchen auch ein Zuhause. Wie sowas funktioniert und welche Widlbienen gerne in so ein „Hotel“ einziehen würden, erfahrt ihr im Artikel von insekten-hotels.de.

 

  • Verzichte auf chemische Düngemittel und dünge generell nicht zu viel, da der viele Dünger das Wachstum von bienenfreundlichen Pflanzen hemmt bzw. verhindert.

 

  • Schaffe dir selbst keine Bienen an, denn imkern will gelernt sein! Zudem gibt es aktuell zu wenig Nahrung für die Bienen, so dass die Überlebenschance eines eigenen Bienenstocks eher gering ist. Bienen benötigen bis zu einem halben Kilo Honig am Tag um alleine ihren Bedarf an Nahrung zu decken. Wenn ihr dennoch Interesse an der Imkerei habt, hilft euch der Vorarlberger Imkerverband gerne weiter.
Löwenmäulchen
Bildquelle: Victoria Kurylo / Shutterstock.com
Pestizidfreier Garten
Bildquelle: rushka johnson / Shutterstock.com
Bienentränke
Bildquelle: guentermanaus / Shutterstock.com
Bildquelle: Sushaaa / Shutterstock.com

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Über den Autor
Alexandra
Mein Name ist Alexandra Höller. Die meisten nennen mich aber schlicht und einfach "Alex". Ich arbeite bei der Russmedia IT GmbH als Kundenberaterin für VOLmobil & VOLhighspeed. Wenn du mir dein Feedback da lassen möchtest, Fragen zu den Themen hast oder dich für unsere Produkte interessierst, schreib mir doch eine E-Mail an alexandra.hoeller@volhighspeed.at.