Honig ist nicht gleich Honig!

Honig ist nicht gleich Honig!

Jeder kennt ihn und fast jeder mag ihn – Honig. Doch Honig ist nicht gleich Honig! Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich nach Herkunft, Gewinnungsarten, Geschmack und Farbe. Auch ein wesentlicher Faktor dafür ist die „Tracht“ des Bienenjahres, denn keine Honigernte gleicht der anderen. Zudem gibt es eine allgemeine Unterscheidung sowie eine Vielfalt von Honigsorten, welche in diesem Beitrag genauer unter die Lupe genommen werden.

Die allgemeine Unterteilung von Honig

Allgemein wird zwischen Blütenhonig und Honigtauhonig unterschieden.

Wie der Name beim Blütenhonig bereits verrät, wird dieser aus Blütennektar, einem zuckerhaltigen Saft von Pflanzen, gewonnen. Von dieser zuckrigen Flüssigkeit mit süßlichem Duft werden die Bienen und auch andere Insekten regelrecht angelockt. Diese Art von Honig zeichnet sich durch seine hellgelbe Farbe und einem eher milden Geschmack aus. Beispiele dafür sind Akazienhonig, Lavendelblütenhonig oder Rapshonig.

Honigtauhonig wird aus Honigtau gewonnen. Gebildet wird dieser von Blatt- und Schildläusen. Diese ernähren sich vom Saft verschiedenster Pflanzen und scheiden die überschüssige Flüssigkeit wieder aus. Diese überschüssige Flüssigkeit ist der sogenannte Honigtau. Dieser bleibt als klebriger Film auf Blättern, Nadeln und Zweigen zurück, welchen die Bienen aufnehmen und im Bienenstock zu Honig verarbeiten. Tannenhonig und Blatthonig zählen zur Kategorie Honigtauhonig. Geschmacklich ist dieser würzig-herb und dunkler in der Farbe.

Verschiedene Honigsorten

Lavendelblütenhonig

Lavendelblütenhonig stammt meist aus der Provence in Frankreich. Er hat eine hellgelbe bis weiße Farbe und ist würzig-blumig im Geschmack. Der typische Lavendelduft kommt hier deutlich zur Geltung. Diese Honigsorte wird oftmals auch als der König des Honigs bezeichnet und gilt als Delikatesse. Lavendelhonig kann nur dann zustande kommen, wenn die Bienen für die Honigproduktion ausschließlich Lavendelblüten anfliegen. Hierfür arbeiten die Imker und Landwirte in der Provence eng zusammen.

Akazienhonig

Der Akazienhonig wird aus den Blüten der Robinie gewonnen. Die Honigverordnung besagt eigentlich, dass nur dann die botanische Sorte auf dem Honigglas genannt werden darf, wenn der Nektar überwiegend aus dieser Quelle stammt. Also müsste der Akazienhonig – eigentlich – hauptsächlich aus Honig von der Akazie bestehen, was dieser aber nicht tut. Akazienhonig ist hier die große Ausnahme. Robinien und Akazien sind rein aus botanischer Sicht überhaupt nicht miteinander verwandt, jedoch wird der Robinienbaum hierzulande als „falsche Akazie“ bezeichnet. „Echter“ Akazienhonig und „falscher“ Akazienhonig unterscheiden sich kaum im Geschmack.

Blatthonig

Der Blatthonig zählt zu den Honigtauhonigsorten. Er zeichnet sich durch seinen intensiven Geschmack und seiner dunklen Farbe aus. Die Herstellung von Blatthonig ist gar nicht so einfach. Regnet es plötzlich sehr stark, so kann die Zeit des Honigtauhonigs schon vorbei sein. Diesen Faktor muss der Imker immer im Blick haben, damit sich verschiedene Honigsorten nicht vermischen und er reinen Honig verkaufen kann. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass es sich bei Blatt-, Wald-, und Tannenhonig um verschiedene Sorten handelt und diese aus Honigtau und nicht aus Blütennektar hergestellt werden.

Rapshonig

Rapshonig ist sehr hell bis fast weiß. Geschmacklich ist er sehr mild und hat ein feines, süßes Aroma. Aufgrund des hohen Traubenzuckeranteils kristallisiert der Sortenhonig sehr schnell, deswegen wird er von den meisten Imkern cremig gerührt. Das Rühren sollte rasch erfolgen, denn ansonsten wird aus dem anfangs goldgelben Honig ganz schnell eine steinharte Masse. Da Raps bereits ab April blüht, gehört er zu den Honigen, die schon recht früh im Jahr „geerntet“ werden können. Außerdem zählt er zu den beliebtesten Sortenhonigen im Land.

Tannenhonig

Tannenhonig gilt als Spezialität, welche nicht immer verfügbar ist. Nur in „guten“ Jahren kann dieser Honig produziert erden. Es gibt nur wenige Landstriche bei uns, die über ausreichende Bestände verfügen, dass dieser Honig entstehen kann. Ein weiterer Faktor, der passen muss, ist das Wetter und eine hohe Aktivität von Blattläusen. Der Honig darf in Deutschland nur „Tannenhonig“ heißen, wenn dieser tatsächlich von der Weißtanne stammt. In anderen europäischen Ländern kann der Honig auch von der Fichte stammen. Der Honig schmeckt nach zarten Tannennadeln und erinnert auch ein wenig an duftende Erde und zählt zu den Honigtauhonigen.

Kleehonig

Eine eher seltene Sorte ist der Kleehonig. Als Grundlage dient hier der Nektar der Klee-Blüten. Vor allem der Weißklee steckt in dieser besonderen Honigsorte, da die Rüssel der Bienen für den Rotklee meist zu kurz sind. Auch dieser Honig ist hellgelb bis weißlich und punktet mit einem blumig-milden Geschmack. Der hohe Traubenzuckeranteil macht diese Honigsorte zu einem wahren Energielieferanten. Ausgedehnte Kleefelder, auf denen keine anderen Blumen zu finden sind, gehören zur Seltenheit. Daher kommt es immer wieder vor, dass er auch als Blütenhonig angeboten wird. Zu groß ist der Anteil fremder Blüten, die von den Bienen mit gesammelt werden. Daher zählt der reine Kleehonig zu einem eher seltenen Honig-Produkt

Fazit

Natürlich gibt es noch weitere Honigsorten auf dem Markt, welche alle ihre Besonderheiten und Vorzüge haben. Es gibt fast 60 verschiedene gelistete Honigsorten. Einen guten Überblick über all diese bietet die Seite honigreich.com.

Allein in der EU werden pro Jahr um die 250.000 Tonnen Honig produziert. Dazu kommen noch die Nebenprodukte wie Wachs, Pollen, Gelée Royale und Propolis. Weitere interessante Fakten rund um das Thema Honig findet ihr hier. Wenn ihr mehr über Bienen erfahren wollt, meldet euch doch zu unserem „Bienen-Newsletter“ an oder macht bei unserem „Bienenquiz“ mit. Habt ihr schon von unserer Aktion „Rettet die Bienen“ gehört? Alle Infos dazu findet ihr hier.

Welchen Honig habt ihr am liebsten? Achtet ihr überhaupt darauf, was für einen Honig ihr kauft? Schreibt mir eure Meinung gerne in den Kommentaren!

Kommentar hinterlassen

Über den Autor
Alexandra
Mein Name ist Alexandra Höller. Die meisten nennen mich aber schlicht und einfach "Alex". Ich arbeite bei der Russmedia IT GmbH als Kundenberaterin für VOLmobil & VOLhighspeed. Wenn du mir dein Feedback da lassen möchtest, Fragen zu den Themen hast oder dich für unsere Produkte interessierst, schreib mir doch eine E-Mail an alexandra.hoeller@volhighspeed.at.