Bienen und andere Insekten haben in der heutigen Zeit kein leichtes Leben mehr. Wiesen und Grünflächen werden regelmäßig gemäht, wodurch Blumen udn Kräuter nicht mehr ausblühen können. Monokulturen und chemische Behandlungen sind heutzutage gang und gäbe. Das alles schränkt den natürlichen Lebensraum der Bienen erheblich ein. Teilweise müssen die Bienen schon zwischen Juli und August von den Imkern angefüttert werden, damit diese den bevorstehenden Winter überhaupt überleben. Wie ihr aus eurem Garten,  eurem Balkon oder eurer Terrasse ein attraktives Fleckchen für die gestreiften Nutztiere machen könnt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

SÄT BIENENFREUNDLICHE PFLANZEN…

… um den Bienen ein vielfältiges Angebot, von welchem im übrigen auch Schmetterlinge, Hummeln und andere nützliche Insekten profitieren können, zu bieten. Geeignete, regionale Blumen hierfür sind beispielsweise die wilde Malve, Astern, Ringelblumen, Krokusse sowie die fette Henne. Wenn ihr euch nicht sicher seid, könnt ihr euch in den regionalen Gärtnereien bestens über bienenfreundliche und regionale Pflanzen für den Garten beraten lassen. Auch auf unserer VOLhighspeed Bienenwiese findet ihr die ein oder andere Inspiration für euer Vorhaben.

BAUT EINE BIENENTRÄNKE…

… damit Bienen im Frühjahr und bei großer Hitze genügend Wasser finden, um nicht zu verdursten und ihre Bienenstöcke zu kühlen. Bienen brauchen nicht nur Nektar und Pollen zum Überleben, auch Wasser spielt eine große Rolle. Die fleißigen Insekten trinken nicht nur davon, sondern nutzen das Wasser auch, um ihre Waben zu kühlen, wenn es draußen zu heiß wird. Wie ihr so eine Bienentränke selbst aus einfachsten Mitteln bauen könnt, findet ihr auf der Seite „einstueckarbeit.de„.

 

BAUT EIN BIENEHOTEL…

… denn auch Wildbienen brauchen ein Zuhause. Die häufigsten Bewohner solcher Nisthilfen sind tatsächlich Bienen – Wildbienen. Diese Arten sind Einzeglänger und bilden keine Staaten. Jedes Weibchen legt alleine ein Nest an, welches sie selbst mit Nahrung versorgt. Die neuen Behausungen werden, sofern sie an einem sonnigen Ort mindestens einen Meter über dem Boden platziert werden, in vielen Fällen schneller als man denkt, in Anspruch genommen.

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VOLhighspeed Blogbeitrag Insektenhotel

VERZICHTET AUF CHEMISCHE DÜNGEMITTEL…

…und dünge generell nicht zu viel, da der viele Dünger das Wachstum von bienenfreundlichen Pflanzen hemmen bzw. verhindern kann. Vor allem beim Anbau von Obst und Gemüse solltet ihr mineralische, stickstoffhaltige Düngemittel äußerst sparsam und gezielt einsetzen. Organische Dünger, wie Kompost, am besten aus dem eigenen Garten, eignen sich besser als Wachstumshilfe für eure Pflanzen.

VERZICHTET AUF PESTIZIDE UND INSEKTIZIDE…

… in eurem Garten, auf eurem Balkon oder eurer Terrasse. Gerade Cocktails aus mehreren Giften können für die Bienen den sicheren Tod bedeuten. Einzelne Substanzen, auch Neonicotinoide genannt, beseitigen nicht nur „Schädlinge“ sondern auch ganze Bienenvölker. Ein vollständiges Verbot konnte von der EU bislang noch nicht durchgerungen werden, jedoch gibt es bereits Einschränkungen in der Verwendung dieser für Bienen und Insekten gefährlichen Mittel.

VOLhighspeed Blogbeitrag künstlicher Dünger
VOLhighspeed Blogbeitrag Pestizide Insektizide

SCHAFFT EUCH SELBST KEINE BIENEN AN…

… denn imkern will gelernt sein! Zudem gibt es aktuell zu wenig Nahrung für die Bienen, so dass die Überlebenschance eines eigenen Bienenstockes eher gering ist. Bienen benötigen bis zu einem halben Kilo Honig am Tag, um alleine ihren Bedarf an Nahrung zu decken. Hobby-Imker tragen oft eine hohe Mitverantwortlichkeit für das Sterben dier Bienen. Anfangs ist die Begeisterung für die eigenen Bienenvölker groß und man steckt viel Schweiß und Liebe in die Pflege der Bienen. Nach ein paar Jahren werden einige jedoch nachlässig, gerade wenn es sich nur um ein Hobby handelt und man nicht vom Verkauf des Honigs lebt. Wenn ihr dennoch Interesse an der Imkerei habt, hilft euch der Vorarlberger Imkerverband gerne weiter.

Bildquellen: Shutterstock.com
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