Was ist DECT?

Was ist DECT?

Bildquelle: Ruslan Bosikov / Shutterstock

Ihr habt ihn sicher auch schon gesehen –  den DECT Knopf auf eurer Fritzbox. Oder vielleicht habt ihr den Begriff schon einmal in einer Betriebsanleitung, im Internet oder in einem anderen Artikel gelesen? In diesem Beitrag erkläre ich euch alles, was es über DECT zu wissen gibt. Wofür die Abkürzung DECT steht, was DECT ist, welche Vorteile diese Technologie mit sich bringt und ob sie Auswirkungen auf eure Gesundheit haben kann, könnt ihr hier nachlesen.

DECT-Abkürzung

Die Abkürzung DECT steht heute für „Digital Enhanced Cordless Telecommunications“, was übersetzt so viel bedeutet wie „digital verbesserte kabellose Telekommunikation“. Ursprünglich stand die Abkürzung für „Digital European Cordless Telephone“. Da sich diese Technologie aber mittlerweile nicht mehr nur auf Telefone beschränkt, wurde der Name abgeändert. Hinter der Abkürzung versteckt sich also nichts anderes als der Überbegriff für schnurlose Telefonie.

Wissenswertes über DECT:

  • DECT wurde im Jahr 1993 europaweit eingeführt und wird vorwiegend bei Smart-Home-Systemen und Schnurlostelefonen angewendet.
  • Auch Babyfone funktionieren über den DECT Funkstandard.
  • DECT verwendet unter 2,45 GHz, also andere Frequenzbereiche als WLAN oder Bluetooth und stört deshalb diese Netzwerke nicht.
  • DECT-Telefone übertragen Sprache und Daten zwischen der Basisstation, in unserem Fall der AVM Fritzbox, und den Handgeräten mittels hochfrequentierten, elektromagnetischen Wellen. Mit einem „Zeitschlitzverfahren“ wird ermöglicht, dass mehrere Telefone mit einer Basisstation verbunden werden können.
  • In Europa funkt DECT im extra dafür reservierten Frequenzbereich zwischen 1.880 und 1.900 MHz. Die Funksignale sind codiert und gewährleisten somit eine gewisse Abhörsicherheit.
  • Entwickelt wurde DECT ursprünglich für die schnurlose Sprachübertragung. Das AVM Smart Home System verwendet die Weiterentwicklung, nämlich den Funkstandard „DECT ULE“.
AVM DECT

AVM DECT (Bildquelle: AVM)

Was ist DECT ULE?

2011 wurde in Barcelona erstmals DECT ULE vorgestellt. Die Abkürzung ULE steht für „Ultra Low Energy“. Das ist eine energiesparende Variante des DECT-Funk und eignet sich besonders für batteriebetriebene Smart Home Geräte, denn durch den niedrigen Stromverbrauch werden die Batterien geschont. Es gibt noch mehrere Varianten von DECT, sogenannte „Substandards“. Die wichtigsten fünf Varianten von DECT sind folgende:

GAP (Generic Access Profile) GAP ist eine Weiterentwicklung von DECT. Mit GAP können DECT-Geräte unterschiedlicher Hersteller gemeinsam in Betrieb genommen werden. So kann beispielsweise ein Gigaset-DECT Telefon mit einer Fritzbox gekoppelt werden.
IAP (ISDN Access Interworking Profile) Fast jedes DECT-Telefon, welches in den letzten 5 Jahren verkauft wurde, beherrscht IAP. Mit IAP ist es möglich, bei eurem Schnurlostelefon Dinge wie „Anklopfen“ oder die Rufnummernanzeige zu nutzen.
CAT-iq (Cordless Advanced Technology – internet and quality) CAT-iq heißt übersetzt so viel wie „Schnurlose, fortgeschrittene Technologie für Internet und Qualität“. Es verbessert die Sprachübertragung und sorgt für eine gute Kompatibilität zwischen den Geräten verschiedener Hersteller. Außerdem kam mit CAT-iq erstmals die Möglichkeit, DECT-Telefone mit einer neuen Betriebssoftware updaten zu können.
DECT ULE (Ultra Low Energy) Diese Variante ist besonders stromsparend und wird vorwiegend bei Smart-Home-Geräten eingesetzt.
HAN FUN (Home Area Network Functional protocol) HAN FUN ist eine Weiterentwicklung von DECT ULE und ermöglicht weitere Funktionen im Smart-Home-Bereich.
Ist DECT gesundheitsschädlich

Bildquelle: ESB Professional / Shutterstock

Kann die DECT Strahlung meiner Gesundheit schaden?

Überall hört oder liest man vom sogenannten „Elektrosmog“. Auch die DECT-Telefone, welche ja elektromagnetische Wellen aussenden, werden oft kritisiert. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz liegen aber derzeit keine belastbaren Daten vor.

 

Zitat Bundesamt für Strahlenschutz – Infoblatt Schnurlose Festnetztelefone / DECT-Telefone:

Gesundheitsbeeinträchtigungen sind deshalb nach aktuellem Erkenntnisstand bei Einhaltung der SAR-Höchstwerte nicht zu erwarten. Auch eine besondere Gefährdung durch gepulste Signale konnte bisher wissenschaftlich nicht belegt werden.
Für herkömmliche DECT-Telefone wurde beim Betrieb des Handgeräts am Ohr ein SAR-Wert im Kopf unter 0,1 W/kg festgestellt. Der empfohlene Höchstwert von 2 W/kg wird also deutlich unterschritten. Für Geräte, die zusätzliche Funkmodule, z.B. für Bluetooth oder WLAN, enthalten oder nach dem weiterentwickelten DECT/CAT-iq-Standard (für bessere Daten- und Sprachübertragung) arbeiten, liegen noch keine belastbaren Daten für körpernahen Betrieb vor. Bei Basisstationsgeräten bestimmen der Betriebszustand und der Abstand zu Personen mögliche Belastungen. Untersuchungen an herkömmlichen DECT-Basisstationen ergaben in typischen Gebrauchsabständen nur geringe SAR-Werte.

 

 

 

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Über den Autor
Alexandra Alexandra
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