Der Sommer steht in den Startlöchern und die Outdoor-Aktivitäten nehmen wieder zu. Dafür kommen Action-Kameras wie gerufen. Im Urlaub, in der Freizeit und beim Sport sind sie kaum noch weg zu denken. Ob im Wasser, in der Luft, beim Fahrradfahren oder im Schlamm, sie werden nahezu überall verwendet, wo andere Kameras scheitern. Was gibt es für Unterschiede und auf was solltet ihr beim Kauf achten?

WAS KÖNNEN ACTION-KAMERAS?

Action-Kameras sind vor allem klein, robust, wasserfest und können mit verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten an sämtlichen Stellen befestigt werden. Besonders bei Aktivitäten, bei denen es etwas rauer zugeht, ihr keine Hand zum Filmen frei habt oder der Platz begrenzt ist. Durch simple Bedienung und ausgeprägte Weitwinkel punkten die Action-Kameras und kommen daher im Sport häufig zur Anwendung.

Beim Gebrauch von Action-Kameras könnt ihr verschiedene Modi einstellen. Mit dem Zeitlupen Modus, werden sehr schnelle Bewegungen verlangsamt und für die Zuschauer sichtbar. Besonders waghalsige Stunts können so hervorgehoben werden. Mit dem Zeitraffer werden Langzeitaufnahmen beschleunigt. Das eignet sich besonders für bewegte Objekte, wie beispielsweise einen Sonnenauf oder -untergang. So wird der Film nicht unnötig in die Länge gezogen.

Wichtig bei Action-Kameras ist auch der Akku. Dieser sollte möglichst leistungsstark sein, um bei längeren Touren auch alle Highlights einfangen zu können. Moderne Modelle verfügen meist über ein Touchdisplay, allerdings ist dieser nutzlos, wenn ihr die Kamera beispielsweise auf einem Helm zum Motorrad fahren tragt, daher sollten zusätzlich Bedienelemente vorhanden sein. Für Anbieter wie GoPro, Sony oder DJI werden Sets mit Zubehör für jegliche Sportarten angeboten. Zum Tauchen, Snowboarden oder zum Motorsport, müssen unterschiedliche Halterungen oder Gurte verwendet werden.

Für die Kaufentscheidung einer Kamera ist hauptsächlich der Verwendungszweck ausschlaggebend. Die meisten Action-Kameras sind wasserfest oder können mit einem wasserdichten Case zum tauchen benutzt werden. Wichtig ist noch, bis zu welcher Tiefe die Kamera eingesetzt werden kann. Weitere nützliche Funktionen sind Bluetooth und WLAN oder auch eine App, mit der die Kamera gestartet werden kann oder Bilder auf das Smartphone gespielt werden können.

FÜR WEN SIND ACTION-KAMERAS GEEIGNET?

Videos von Extremsportlern oder paradiesische Urlaubsaufnahmen, begeistern auf den verschiedensten Plattformen Millionen von Zuschauern und verleiten zum Kauf von einer Action-Kamera. Doch braucht man eine Action Kamera? Es wäre schade, wenn ihr euch eine zulegt und diese am Ende kaum benutzt. Hier wäre eine Überlegung sich ein Smartphone mit sehr guter Kamera anzuschaffen.

Der größte Unterschied zwischen einer Spiegelreflex– oder Digitalkamera und einer Action-Kamera ist die Größe und besonders die aktive Bildstabilisation. Das bedeutet, dass die Action-Kamera Videos und Bilder nahezu wackelfrei aufnimmt, was besonders bei rasanten Fahrten, wie Mountainbiken, Motorrad fahren oder auch bei anderem Motorsport, ein wichtiger Punkt für die Bildqualität ist. Habt ihr den Plan besonders spektakuläre Videoaufnahmen von eurem Hobby oder einem abenteuerlichem Urlaub festzuhalten, dann habt ihr nur noch die Qual der Wahl, für welche Kamera ihr euch entscheidet.

Action-Kameras

BELIEBTE ACTION-KAMERA HERSTELLER

Die Preisspanne für Action-Kameras ist immer eng mit den Funktionen verknüpft, denn günstigere können nicht den gleichen Funktionsumfang, wie ein High-End-Modell bieten. Günstige Geräte starten ab ca. 30 € die meist ohne Bildstabilisierung ausgestattet sind und die Verarbeitung nicht allzu hochwertig ist. In der mittleren Preiskategorie starten die Kameras um 150 € und haben etliche weitere Features sowie eine bessere Videoqualität. Die Oberklasse der Action-Kameras startet ab ca. 200 €. Hierfür bekommt ihr eine hochwertig verarbeitete Kamera mit gutem Zubehör sowie einer erstklassigen Bild- und Videoqualität. Zu den drei beliebtesten Action-Kamera Hersteller, die im mittleren und oberen Preissegment angesiedelt sind, zählen:

  •  GoPro: das Urgestein der Action-Kameras. GoPro war der erste Hersteller, der eine solche Kamera auf den Markt gebracht hat und die den Hype um „Outdoor“-Kameras angetrieben hat. Bis heute ist die Marke, der unangefochtene Marktführer und stellt mit jeder neuen Version zusätzliche Funktionen vor, die die Handhabung und Aufnahmen einfacher bzw. besser gestalten.
  • DJI: der bekannteste Drohnenhersteller und ist seit 2019 auch unter die Action-Kamera Anbieter gegangen. Besonders innovativ ist hier der Magnet an der Kamera, mit dem an sämtlichen Halterungen angedockt werden kann.
  • Sony ist weltweit einer der führenden Marken im Segment der Kameras. Die Action-Kamera von Sony punktet mit einer sehr guten Bildqualität. Jedoch ist die Bedienung nicht ganz einfach wie bei den Kameras von GoPro und DJI, weshalb diese nur für Sony-Kamera Kenner geeignet ist oder wesentlich mehr Einarbeitungszeit beansprucht.

Besonders wenn ihr euch noch nicht sicher seid, ob ihr eine Action-Kamera benötigt, könnt ihr euch ein älteres Modell von beispielsweise GoPro zulegen. Hier ist die Bedienung einfacher und die Kamera ist etwas preisgünstiger. Das Zubehör kann sowohl für ältere als auch für die neuen Modelle benutzt werden. Zum Reinschnuppern gibt es auch passable andere Marken, wie Rollei, Crosstour oder Victure, die um 100 € liegen.

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Seid ihr auch schon Action-Kamera Besitzer? Und wenn ja, welches Modell habt ihr und seid ihr zufrieden? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
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