Gerade in den letzten Jahren fand man das Thema „Darknet“ immer wieder in den Medien. Vor allem in Verbindung mit Drogen- und Waffenhandel tauchte der Begriff des Öfteren auf. Was genau aber ist das ominöse Darket und seit wann gibt es dieses? Wie ist es entstanden und wie greift man darauf zu? Ist es strafbar im Darknet zu surfen? Das und mehr beantworte ich euch in diesem Beitrag.

WAS IST DAS DARKNET?

Aus dem Englischen übersetzt heißt „Darknet“ soviel wie „Dunkles Netzwerk“. Verschiedene Nutzer bilden untereinander ein Netzwerk, das als „Darknet“ bezeichnet wird. Es ermöglicht Nutzern, anonym und unzensiert zu kommunizieren. Genau genommen gibt es mehrere verschiedene „Darknets“, die sich in der technischen Umsetzung unterscheiden. Wenn man allerdings vom „Darknet“ liest oder spricht, meint man damit in den meisten Fällen den bekanntesten Vertreter dieser Netzwerke – das „TOR-Netz“. Dargestellt wird das dunkle Netzwerk, auch „Hidden Web“ genannt, wie ein normaler Internetbrowser. Man benötigt eine spezielle Software, um sich Zugriff zum Darkweb zu verschaffen.

WIE ENTSTAND DAS DARKNET?

Laut den Informationen von „Klicksafe“ begann die Entstehung des Darknets rund um das Jahr 2000. Gefördert wurde das Projekt hauptsächlich vom US-Militär. Ziel dieses Projektes war, die eigene Kommunikation im Ausland zu verschleiern. Aber auch Bürgerrechtsorganisationen entdeckten das Potential des Hidden Web und unterstützen es bis heute. Über 2.000.000 Nutzer hat das TOR-Netzwerk schon erreicht und die Zahl der User steigt stetig.

Was ist das "Darknet"? 1

WOFÜR WIRD DAS DARKWEB GENUTZT?

Das „Darknet“ wird gerne in Verbindung mit kriminellen Machenschaften gebracht – was leider oftmals auch stimmt. Dinge, wie illegaler Waffen- oder Drogenhandel, sowie die Verbreitung von illegalem Videomaterial werden aufgrund der Anonymität oft im Hidden Web getätigt. Kriminelle, die ihre Identität aus Angst vor einer strafrechtlichen Verfolgung geheimhalten wollen, halten sich gerne im Darknet auf, da es für die Behörden schwer nachvollziehbar ist, wer hier was gemacht hat.

Das „Dark Web“ an sich ist aber nicht illegal und ermöglicht versierten Nutzern anonymes Surfen oder Zugang zu neutraler Berichterstattung. Außerdem können Provider hier keine einzelnen Seiten sperren, wie es beispielsweise in der Türkei oder anderen Ländern der Fall war. Journalisten nutzen das Darknet zum Beispiel, um Informationen auszutauschen, ohne nachverfolgt werden zu können. Da sich das „Hidden Web“ der staatlichen Kontrolle entzieht, ist es auch eine Quelle unabhängiger Informationen.

WIE GELANGE ICH INS DARKNET?

Ihr benötigt eine spezielle Zugangs-Software, um ins Darknet zu gelangen. Eine Art „Browser“ für die dunkle Seite des Internets. Am bekanntesten ist hier der „TOR-Browser“. Downloaden könnt ihr diesen Browser ganz legal in der für euch passenden Sprach- und Systemversion von der „TOR-Webseite„. Danach muss dieser nur noch installiert werden. Ist die Installation abgeschlossen könnt ihr den „TOR-Browser“ starten. Nun ist man aber nicht gleich im Darknet – mit dem „TOR-Browser“ könnt ihr auch einfach nur anonym im Internet surfen. Um ins „Hidden Web“ zu gelangen, benötigt man spezielle Domains mit der Endung „onion“. Das Darknet bietet spezielle Darknet-Suchmaschinen, mit denen ihr Ergebnisse aus dem Darknet findet. Die Nutzung an sich ist nicht illegal, die dort verkauften Waren können es jedoch unter Umständen sein. Auch Fake-Angebote oder Betrugsversuche können euch dort erwarten. Es ist also absolute Vorsicht bei der Nutzung des Dark Webs geboten!

Was ist das "Darknet"? 2

FAZIT ZUM THEMA „DARKNET“

Das Darknet mag seine Vorzüge haben, jedoch lauern auch viele Gefahren für ungeübte und unerfahrene Nutzer in diesem Netzwerk, die nicht unterschätzt werden dürfen. Wer unbedingt im Darknet surfen möchte, sollte sich vorher ausgiebig über die Regeln informieren, die dort herrschen. Eine unbedachte Nutzung dieses Netwerkes kann böse Folgen mit sich bringen.

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